In
den frühen Morgenstunden, genauer gesagt um 4:03 bebte in ganz
Niederbachem für wenige Sekunden die Erde. Das Epizentrum des
Erdbebens der Stärke 3,7 lag in Wachtberg-Adendorf 11 Kilometer
unterhalb der Erdoberfläche und war noch im Umkreis von 40
Kilometern zu spüren.
Laut Angaben von Polizei, Feuerwehr und
nordrhein-westfälischem Innenministerium entstanden weder Sach-
noch Personenschäden. Einzig die Notrufnummern 110 und 112
waren, durch die zahlreichen besorgten Anrufe der Bevölkerung,
zeitweise quasi blockiert. Dabei bestand überhaupt kein Grund
zur Besorgnis, da Erdbeben in unserer Region nichts ungewöhnliches
sind. Die Erdbebenstation Bensberg bei Köln verzeichnete für
das nördliche Rheinland und die angrenzenden Gebiete mehr als
2000 Erdbeben seit 1955. Nach Angaben der Erdbebenstation der
Universität Köln liegt die niederrheinische Bucht sowie der
Oberrheingraben im tektonisch aktivsten Gebiet nördlich der
Alpen. Da die niederrheinische Bucht pro Jahr etwa einen Millimeter
absinke, kommt es an den dabei entstehenden Rissen immer wieder zu
kleineren Erdbeben. Die meisten davon seien aber so schwach, das sie
nicht gespürt werden. Das stärkste Beben war das vom
13.April 1992 von Roermond in den Niederlanden, mit einer Stärke
von 5,9 und einer Dauer von 15 Sekunden. Noch stärkere Beben
werden auf die Jahre 1756 in Düren und 1692 in Lüttich
datiert, beide mit einer Stärke von 6,5 auf der Richterskala.