Ausstellung des Heimat- und Verschönerungsverein Niederbachem e.V. |
Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Niederbachemer Schule von 1679 bis heute. Die baulichen Veränderungen werden durch Skizzen und Fotos veranschaulicht, die Entwicklung von der einklassigen Schule, mit einer Handvoll Schülern, zur modernen offenen Ganztagsschule mit Schülerstatistiken belegt. Ergänzt wird dies durch eine Auflistung der Lehrer und Schulleiter, angefangen vom 1689 erwähnten Küster-Lehrer Wernerus Lutzen bis zum aktuellen kommissarischen Schulleiter.
Abgerundet wird die Ausstellung durch eine Reihe von Schülerfotos aus der Zeit von 1933 bis heute, auf denen sich die Niederbachemer Schüler wiederfinden können.
Das neue Heft (Nr.21) des Heimat- und Verschönerungsvereins Niederbachem trägt den Titel „Schulchroniken als historische Dokumente“. Es handelt von einigen Schulchroniken aus dem „Drachenfelser Ländchen“, die in den Jahren von 1872 bis 1969 geschrieben worden und bis heute erhalten geblieben sind. (Einige Chroniken sind seit 1945 verschollen). Mit der Auflösung der kleinen Dorfschulen endete auch die Zeit der Schulchroniken, und heute drohen sie in Vergessenheit zu geraten.
Für das Führen der Schulchronik war der Dorfschulmeister verantwortlich. Je nach seinen Fähigkeiten und seinem Engagement gab er der Schulchronik ihr Gesicht, schrieb viel oder wenig, Bedeutendes oder Unbedeutendes, stilistisch gewandt oder unbeholfen, tendenziös oder um „Wahrheit" bemüht. Dazu hatte ihn die preußische „Ministerial-Schul-Bestimmung vom!5. Oktober 1872" verpflichtet. (Das neu gegründete deutsche Kaiserreich brauchte seine Chronisten auch in den Dorfschulen.)
Von 1872 bis 1969 - das ist nur knapp ein Jahrhundert, und doch wurde in dieser Zeit ein Schatz an Quellen und Informationen, an Tatsachenberichten und Erinnerungen gesammelt und bewahrt, der bis heute noch nicht gehoben, dessen Wert noch nicht einmal erkannt worden ist. Ehe er auf Schulböden, bestenfalls in Archiven, verschimmelt und untergeht, sollte man erkennen, welche Bedeutung Schulchroniken als historische Dokumente -auch für die Heimatgeschichte - besitzen und wie sie im Hinblick auf Vergangenheit und Gegenwart auszuwerten sind.
Das
neue Heimatheft enthält dazu Anregungen und Materialien,
natürlich nur in exemplarischer Auswahl. Es berichtet etwa von
der ersten Omnibuslinie im Ländchen, die 1913 eingerichtet und
wegen mangelnder Nutzung schon im selben Jahr wieder eingestellt
wurde, von Hungerjahren im Ersten und dem Obstklau nach dem Zweiten
Weltkrieg, von den Folgen der Währungsreform 1948, aber auch von
den politischen Ereignissen und Veränderungen - vom 2.
Kaiserreich über die Weimarer Republik und die Nazizeit bis zur
Bundesrepublik Deutschland - wie sich diese in den Gemeinden und
Schulen des „Ländchens" widerspiegelten. Die
verschiedenen Kapitel des Heftes behandeln:
• Die Schulen und
ihre Lehrer
• Schulbauten
• Die Schulchronik als
Dorfchronik
• Schulgeschichte als Nationalgeschichte
•
Schule, Staat und Kirche
• sowie einige Texte, die die
Oberstufenschüler von Oberbachem für ihre „Schülerchronik"
in den Jahren von 1956 bis 1959 geschrieben haben.
Weitere
hochinteressante Aspekte wie „Krieg und Frieden", „Wetter
und Wohlstand" u.a. konnten in diesem Heft aus Platzgründen
leider nicht berücksichtigt werden.
Prof.
Dr. Bernhard Weisgerber, Schulchroniken als historische Dokumente,
Heft 21 der Niederbachemer Hefte des Heimat- und
Verschönerungsvereins Niederbachem (HVN), 60 Seiten mit
zahlreichen Abbildungen, Fotos, Preis: 6,00 Euro,
erhältlich
bei der VR-Bank Bonn, Zweigstelle Niederbachem, Konrad-Adenauer-Str.
50,
oder bei der Geschäftsführung des HVN, Gertrud
Steinlein, Mühlenstr. 35, Wachtberg-Niederbachem, Tel. 0228 / 34
63 64
Exponate der Ausstellung „Schule in Niederbachem“
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Schul- und Lehrbücher |
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Deutsches Lesebuch für
katholische Volksschulen 1901 |
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Mundt's Rechenbuch für Volksschulen |
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Das goldene Tor - Deutsches Lesebuch |
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Rheinisches Liederbuch |
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Ecker Schulbibel für die Erzdiözese
Köln |
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Lesebuch für die katholischen Volksschulen
der Rheinprovinz |
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Vaterlandsband - Deutsches Lesebuch fünftes bis achtes Schuljahr |
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Der christliche Lehrer wie er sein und wirken soll. 1889 |
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Hahnenfiebel |
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Der Kinderfreund |
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Zeugnisse |
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Zeugnishefte aus verschiedenen Zeitabschnitten |
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Zeugnis und Ernennungsurkunde von Lehrer Mergel, sowie ein Dankesbrief von seinen Schülern |
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Schulhefte |
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Schönschreibübungen |
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Schulutensilien |
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Lederranzen, Schultüte |
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Schiefertafel, Rechenmaschine |
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Die Exponate Hahnenfiebel und Kinderfreund sind Leihgaben von Prof. Dr. Bernhard Weisgerber, Bonn-Mehlem
Die Exponate stammen von Benedikt Auen, Fam. Flöhl, Carl Kessel, Angela Thelen und Gertrud Steinlein, alle Niederbachem.
Die Bilderrahmen sind Leihgaben des Fotoklubs Wachtberg, Kurt Hilberath, Niederbachem.